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Die Geschichte von Coventry


Nach der Zerstörung der Kathedrale von Coventry (England) am 14./15. November 1940 durch deutsche Bombenangriffe ließ der damalige Dompropst Richard Howard die Worte „FATHER FORGIVE" in die Chorwand der Ruine einmeißeln.
Diese Worte bestimmen das Versöhnungsgebet von Coventry, das die Aufgabe der weltweiten Christenheit umschreibt.

„Wir versuchen, alle Gedanken an Vergeltung zu verbannen"
(Propst Richard Howard)
Das Gebet wurde 1959 formuliert und wird seitdem an jedem Freitag
um 12 Uhr unter freiem Himmel im Chorraum der alten Kathedrale in Coventry und in vielen Nagelkreuzzentren der Welt gebetet.

Das Nagelkreuz


Auf dem Altar der neuen Kathedrale in Coventry steht ein originales Nagelkreuz. Es wurde aus Zimmermannsnägeln zusammengefügt, welche die Balken der mittelalterlichen Kathedralendecke zusammengehalten hatten.
Aus den Überresten der Zerstörung wurde so ein Symbol geschaffen, das den Geist der Vergebung und des Neuanfangs zum Ausdruck bringt.

Im Zeichen der Versöhnung


Das Nagelkreuz von Coventry steht heute als Zeichen der Versöhnung, des Friedens und der Feindesliebe an vielen Orten der Welt, wo Menschen sich unter diesem Kreuz der Aufgabe stellen, alte Gegensätze zu überbrücken und nach neuen Wegen in eine gemeinsame Zukunft zu suchen.

Das Nagelkreuz fordert uns Deutsche immer wieder dazu heraus, mit unserer Vergangenheit und auch mit der spannungsreichen Gegenwart im Geist der Wahrheit und der Versöhnung umzugehen. Die Nagelkreuzgemeinschaft in Deutschland e.V. hat sich 1991 als ökumenische Gemeinschaft aus den schon bestehenden Nagelkreuzzentren und aus Einzelmitgliedern der Coventry Community of the Cross of Nails zusammengefunden.

„Gott hat unter uns aufgerichtet das Wort von der Versöhnung." (Paulus)

In den einzelnen Nagelkreuzzentren in Deutschland engagieren wir uns als Christen in diesem „Geist von Coventry":

Wir setzen uns dafür ein, in konkreten Situationen die Feindesliebe zu leben.

Wir fördern den Dialog zwischen Jungen und Alten, zwischen Eingesessenen und Fremden.

Wir suchen nach gewaltfreien Wegen der Konfliktlösung.

Wir versuchen, gemäß unserer Lebensregel im Geist der Versöhnung zu beten und zu arbeiten.

Wir stellen uns der deutschen Geschichte und arbeiten daran, in der
Völkergemeinschaft Verständnis füreinander zu gewinnen.

Wir bemühen uns insbesondere um das Miteinander von jungen Menschen im gemeinsamen „Haus Europa" und fördern das gegenseitige Kennenlernen im Zeichen des Nagelkreuzes.


Jeden Freitag, 18.00 Uhr versammeln sich Gäste und Mitglieder der Hiddenseer Gemeinde zum Friedensgebet, in dessen Mittelpunkt das Versöhnungsgebet von Coventry steht. Wir tun dies als Teil der weltweiten Nagelkreuzgemeinschaft deren Mitglied unsere Gemeinde
seit 1999 ist.

Das Versöhnungsgebet


ALLE HABEN GESÜNDIGT
UND ERMANGELN DES RUHMES,
DEN SIE BEI GOTT HABEN SOLLTEN. (Röm 3,23)

Den Hass, der Rasse von Rasse trennt,
Volk von Volk, Klasse von Klasse,

VATER VERGIB

Das Streben der Menschen und Völker
zu besitzen, was nicht ihr Eigen ist

VATER VERGIB

Die Besitzgier, die die Arbeit der Menschen
ausnutzt und die Erde verwüstet

VATER VERGIB

Unseren Neid auf das
Wohlergehen und Glück der Anderen

VATER VERGIB

Unsere mangelnde Teilnahme an der Not der
Gefangenen, Heimatlosen und Flüchtlingen

VATER VERGIB

Die Entwürdigung von Frauen, Männern
und Kindern durch sexuellen Missbrauch

VATER VERGIB

Den Hochmut, der uns verleitet, auf
uns selbst zu vertrauen und nicht auf Gott

VATER VERGIB

SEID UNTEREINANDER FREUNDLICH, HERZLICH
UND VERGEBET EINER DEM ANDEREN,
WIE GOTT EUCH VERGEBEN HAT
IN JESUS CHRISTUS. (Eph. 4,32)