Du sollst fröhlich sein und dich freuen über alles Gute, das der Herr, dein Gott, dir und deiner Familie gegeben hat.
(Dtn. 26,11) Monatsspruch Februar 2026
Wie von selbst stellt sich Freude ein. Sonne scheint auf die Insel und in unser Gemüt, hohes Licht und weite Sicht begeistern uns. Leicht scheint das Leben, getragen von guter Laune.
Wie schön ist es, wenn uns unsere Lebensumstände in eine frohe, gehobene Stimmung versetzen! Aber können wir auch selbst solche Freude hervorbringen? Ein Sprichwort sagt: „Wer sich selbst kitzelt, kann lachen, wann er will.“ Aber genau das funktioniert ja nicht. Freude lässt sich nicht befehlen. Wie also kann die Bibel sagen: „Du sollst fröhlich sein.“?
Weil wir Grund zur Freude haben, dass Gott uns und unseren Familien viel Gutes gegeben hat, sagt uns die Schrift. Wir sollen uns freuen und dankbar für alles sein, was unser Leben trägt: für das täglich Brot, für die Gaben der Freundschaft, für das Leben selbst, das uns ganz unverdient als Geschenk gegeben ist. „Du sollst fröhlich sein“ heißt, nimm wahr und nimm an, was Dich und Dein Leben trägt. Gehe behutsam damit um. Schätze es nicht für gering, wie die Fischersfrau, die ihren Mann immer wieder zum Butt jagt, weil ihr das, was sie hat, keine Genugtuung schafft. Gewinn hatte sie keinen, verloren hat sie viel.
Das sollen wir tun: stark machen, was uns erfreut und dem, was diese Freude eintrübt, nicht den Vorrang über unser Denken und Empfinden geben. Um unsere Einstellung also geht es, um unsere Geisteshaltung. Es geht um das Vorzeichen, das wir vor unsere Wahrnehmung setzen. Natürlich ist nicht alles eitel Sonnen-schein und Grund zur Freude. Vieles bedrückt uns zu Recht. Kritik darf sein und selbstverständlich auch der Wunsch nach Besserung. Bessern aber wird sich nichts, wenn wir uns von Unzufriedenheit und Missmut umtreiben und lähmen lassen, wenn sich das Kritisieren verselbständigt und uns zu mürrischen Menschen macht. Der Wille zur Besserung erfordert getrosten Sinn und frohen Mut. Üben wir uns ein, in eine Kultur der Freude. Achten wir auf das, was uns Freude schenkt, erzählen wir uns davon und ermutigen wir uns gegenseitig.
Prüfen wir die Geister, die uns umgeben. Seien wir vorsichtig, wenn jemand versucht Unmut zu befördern und Ängste und Sorgen zu schüren. Lassen wir uns von dem Geist bewegen, den Gott bereithält und zu dem die Bibel uns einlädt. Schwerfallen sollte es uns nicht. Denn: „Froh zu sein bedarf es wenig…“
