Kraftvoll bricht sich das Leben bahn und vielleicht geht so manchem von uns das Liedlein Wolfgang Amadeus Mozarts durch den Kopf, wenn wir die aufbrechenden Knospen und Blätter sehen.

Aufbruch. Wie sehr wünschen wir uns dies nicht alle in dieser lethargischen Zeit, die uns nicht fortschreiten lässt, uns festhält auf der Stelle und warten darauf, dass es wieder weitergeht.

Die nun so stille Insel überrascht uns immer wieder mit ihrer nun unberührten Schönheit, aber der Abbruch von Gesprächen und das Fernbleiben von Freunden tut uns weh.

Wir Menschen gehören zusammen und benötigen die Gemeinschaft, im Alltag wie in unserem Glauben, auf der Insel und weit darüber hinaus. So tragen wir auch die Hoffnung in uns, mit größerer Freiheit und Offenheit die kommenden großen kirchlichen Feste, Himmelfahrt und Pfingsten, feiern zu können, als es uns zu Ostern möglich war.

Geduld freilich benötigen wir noch und Langmut. Schnell hat sich das Gesicht unserer Welt geändert, nur allmählich klart es wieder auf. Geduld und Hoffnung aber, so verrät es uns der Apostel Paulus stehen miteinander in einem festen Bunde:

Wir wissen, dass Bedrängnis Geduld bringt,
Geduld aber Bewährung,
Bewährung aber Hoffnung,
Hoffnung aber lässt nicht zuschanden werden;
Denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen
Durch den Heiligen Geist,
der uns gegeben ist.  (Röm 5, 4-5)

Einen gesegneten Start in den Mai wünscht Ihnen Ihre Kirchengemeinde.

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